Donnerstag, 16.12.2004
Es ist 5 Uhr in der früh mein Wecker klingelt, die Koffer sind gepackt und ich wunder mich, warum mir das Aufstehen zu dieser unmenschlichen Zeit kaum Probleme bereitet :)
Alles läuft wie geplant und pünktlich um halb 8 sitzen Zabato Bebe, Sergej Gromov, Sabina und ich im Zug nach Innsbruck zu den ÖSTM 2005.
Wir Eisläufer sind lange Zugfahrten ja schon halbwegs gewohnt und Diskussionsthemen, die uns die Zeit vertreiben, finden wir genug.
In Linz steigt Clemens Jonas zu, der am Vorabend im Rahmen der jährlichen Eisgala noch etwas Licht ins Dunkle gebracht, hat.

In Innsbruck angekommen beziehen wir unsere Zimmer im Sportheim. Leider müssen wir feststellen, dass die Zimmer nur bis Samstag 9 Uhr in der früh gebucht sind, was uns bei einem Start um 13 Uhr für 4 Stunden auf die Straße gesetzt hätte. Durch das Bemühen von Frau Steger, können wir schlussendlich, jedoch ein paar Zimmer bis 13 Uhr behalten, was uns am Samstag die Möglichkeit geben wird, uns vor der Kür noch auszuruhen.
Unser 1. Training in Innsbruck beginnt um 14 Uhr. Da die anderen Bundesländer um 13 Uhr zu trainieren begonnen haben, können wir beim Aufwärmen schon einen Blick auf die Konkurrenz werfen. Das Niveau ist hoch. Jede der Damen bringt 2-3 Dreifache sicher aufs Eis. Eine Dichte, die ich bei Staatsmeisterschaften in der Form noch selten gesehen habe. Es wird schnell klar, dass alle antretenden Damen die Chance haben, den Titel zu erringen und die Entscheidung wohl nur dadurch getroffen wird, wer in der Lage sein wird sein Können auch im Wettkampf zu zeigen.
Auch die Herren versprechen spannend zu werden, da nicht nur Viktor Pfeifer und Christian Rauchbauer mit allen Dreifachsprüngen aufwarten können, sondern auch Manuel Koll, außer Rittberger, alle Sprünge mit Dreifachdrehung aufs Eis zaubert und Christian Rauchbauer sogar einen Dreifach-Axel in beiden Programmen einplant.
Am Abend findet die Auslosung in einem sehr schönen Rahmen statt. Insgesamt gehen bei den Damen 9 und bei den Herren 5 Teilnehmer an den Start. Außerdem werden auch noch die 2. ÖSTM im SYS ausgetragen. Hier kämpfen 2 Teams (Sweet Mozart aus Salzburg und Viennese Kollibris aus Wien) um den Meistertitel. Da die Teams jedoch erst am Samstag starten, sind fast alle SYS-Teilnehmer noch nicht anwesend.

Anschließend gibt es ein ausgesprochen gutes Essen für Sportler, Trainer, Funktionäre und Preisrichter.
Doch der Tag war lang. Nicht nur ich sondern auch die anderen SportlerInnen sind müde. Deswegen entschließen wir uns den Empfang früher zu verlassen.
Freitag, 17.12.2004